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Über die Autorin
Elisabeth Brägger lebt in der Probstei Wagenhausen, von wo sie, über den Rhein hinweg, in den oberen Schaffhauser Kantonsteil hineinsieht. Sie schreibt ihren Lebenseindrücken entlang, setzt ihre Dichtung in Farbcollagen um, spielt Klavier und alles mit derselben aussergewöhnlichen Vitalität und Sicherheit. Mit einem Handelsschuldiplom, einem Klavierstudium am Konservatorium Luzern und einem Sprachstudium in Fribourg, Florenz und London im Rücken machte sie sich einst auf nach Afrika. Sie arbeitete beim Schweizer Konsulat in Tanganyika und Moçambique, studierte gründlich afrikanische Kulturen und Sprachen und trat schon bald als Übersetzerin von Poesie aus dem Portugiesischen und Suaheli hervor. Wieder in der Schweiz, entwickelte sie ihre eigene lyrische Begabung und nahm schon bald einen beachtlichen Platz unter den zeitgenössischen Schriftstellern unseres Landes ein. Mitglied u. a. des PEN-Clubs, Lyceum Clubs Zürich, präsidierte sie auch den Zürcher Schriftstellerverband. Eine reiche literarische Ernte brachte sie in den 80er und 90er Jahren ein: "Graffiti I Menetekel auf der Mauer", "Graffiti II Graffitene Nächte" vertont durch J. Schütt, "Graffiti III Afrika, ich bekenne Farbe", "Venussextil Gedichte", P.E.N.-Anthologie. Ihre Lyrik zeichnet sich durch Weite und Höhe der Gedanken (Ðbis an die Sterne weit›) ebenso aus wie durch Bildstärke und die aufs äusserste verknappte, präzise Form. Alfred Richli |