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Jacqueline Crevoisier

Gelassene Federn
Gedichte

Erschienen 2003
Format 11,5 x 21 cm
93 Seiten
Broschur
Preis: SFr 28,00
ISBN 3-907149-13-0
Nimrod-Literaturverlag, Schweiz


Aus dem Inhalt

Horizonte

Den Erdboden
sich selbst gleichgemacht
unter sich gelassen.

Die Probleme
verkrümelt
in alle Winde verstreut.

Den Alltag
bleibelegt
im Meer ertränkt.

Ganz oben
endlich adlergleich
in wolkenloser Übersicht
die Menschen durchschaut.

Ach 
lasst mir doch lieber
die Frösche und ihre Perspektive.

Zu Buch und Autorin

 LYRIK MIT WIDERHAKEN

Zu diesen Gedichten

Mit "Gelassene Federn", seit langem gesammelt und nun kurzweg in die Tinte getaucht, sind diese Gedichte geschrieben: engagiert, nicht milde abgeklärt, da zwar aus einer gewissen Melancholie heraus und zärtlich, dort aber voller Wut und mit messerscharfem Verstand, pointiert aphoristisch oder unverblümt frech ­ immer jedoch sehr persönlich und einprägsam.

In diesen Gedichten behauptet sich eine Autorin, die das Leben in all seinen Spielarten kennt und sich, ohne Angst vor Blessuren, darauf einlässt, dass die Federn nur so stieben. Themen und Sprache bezeugen es: Zerzaust wurde das Federkleid im Fuchsmaul des Lebens, in der Umarmung der Liebe und scharf an der Sense des Todes. Klein beigeben aber, gelassen sich anpassen «und nie ein Verstoss / gegen die Spielregeln», einer solchen Nicht-Haltung verweigert sie sich.

"Gelassene Federn" ist der vierte Lyrikband der in Holland lebenden Schweizer Autorin Jacqueline Crevoisier, die sich auch international, unter Literaturgourmets einen Namen gemacht hat mit Prosatexten, mit ihren Fernseh-  und Rundfunkarbeiten (Hörspiel des Monats) und mit ihrer geistreich-kongenialen Übertragung der in den Niederlanden klassisch gewordenen "Ollie B. Bommel"-Geschichten von Marten Toonder.

      Bendicht Arni

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