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Rudolf Peyer

Störfälle
Aphorismen, Gedanken, Sprüche

Erschienen 2004
Format 13,5 x 20 cm
94 Seiten
Broschur
Preis: SFr 24,00
ISBN 3-907149-25-4
Nimrod-Literaturverlag, Schweiz


Über den Autor

 Rudolf Peyer, geboren 1929 in Olten/Schweiz. Verbrachte 20 Jahre im Ausland, das in seinem Werk vielfältig gegenwärtig ist. Gedicht, Prosagedicht, Kurzprosa, Erzählung, Essay, Übersetzung. ­ Herausgeber. Peyer wurde in 7 Sprachen übersetzt und erhielt ein Dutzend Auszeichnungen.

Zu diesem Buch

Ein Störfall ist ein Fall, der stört. Oder der gestört ist. Ein Fall, bei dem etwas nicht stimmt, oder bei dem alles nicht stimmt. Und in unserer Zivilisation stimmt vieles nicht. Allzuvieles. Unsere moderne Zivilisation ist eine Welt von Störfällen. Eine Welt von globalen Bedrohungen, von Exzessen im Guten wie im Bösen und im Schlechten. Einiges davon habe ich aufgeschrieben: Ausgefallenes, Massloses, Allgemeinverbindliches, Sinnloses, Unsinniges, Provokatives, Imaginäres, Privates, Wirkliches, Surreales, Hervorragendes, Ungeheures. Und ich habe dabei niemanden und nichts geschont. Nicht einmal meinen Kopf, der dies alles dachte.

Und was sind «Störfälle» formal? Welcher literarischen Gattung sind sie zuzuordnen?
Störfälle sind weder Aphorismen noch Gedichte, sondern beides.

Aus diesem Buch

Wenn wir in unsere Fahnen einmal noch die Demut hissen, lässt der Mond das letzte Viertel nicht aus. Frauenhände, vorbestimmt eigentlich, Kinder zu wickeln, füttern jetzt Datenmaschinen mit Wohlfahrt und Toden.

Röntgen-Aufnahmen an der Mumie Tutanchamons zeigen, dass der Göttliche an Genickstarre starb. Die Züchtung genügsamer Apfelsorten verheisst den Wiedereintritt ins Paradies.

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